Archive for the ‘satire’ Category

Schlag gegen Antideutsche

1. Dezember 2009
 
Endlich! Aus dem größten Skandal nach Auschwitz sollen jetzt Konsequenzen gezogen werden:
Das Singen der ersten Strophe des Deutschlandliedes sei, so der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU), politisch „nicht vertretbar“. Der Grünen-Landtagsabgeordnete und BR-Rundfunkrat Ludwig Hartmann […]  forderte die Verantwortlichen auf, künftig gerade „bekannte Krawallsänger“ wie Doherty vor einem Auftritt genau unter die Lupe zu nehmen. Zur Not müsste wohl ein Alkoholtest gemacht werden.
 
Politisch nicht vertretbar, sueddeutsche.de
 
Bekannte Krawallsänger müssen sich vor Auftritten einem Alkoholtest unterziehen? Sehr gut! Diese Maßnahme würde sämtliche Auftritte des Rüpelbarden Torsun und dessen Jahrmarktskombo Egotronic unmöglich machen und die Hydra der antideutschen Unkultur somit um einen ihrer prolligsten intellektuellsten Köpfe bringen. Brodaganda erklärt sich ausdrücklich solidarisch mit den weitsichtigen Plänen des weisen Führers Ludwig Hartmann.
 
 
(Hervorhebungen im Zitat von Brodaganda.)
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Matt vs. Internet

5. April 2009

Brodaganda ist normalerweise kein Blog, welches lediglich fremde Inhalte wiederveröffentlicht. Im folgenden aber ein Artikel aus dem Blog der Zeitrafferin. Einerseits weil es sich als kleines Lebenszeichen zwischendurch anbietet. Andererseits weil es immer noch Idioten gibt, die das Internet nicht begriffen haben und Satire verbieten wollen – oder mit einem simplen Rechtsanwaltsschreiben an die Gegenkampagne die Reichweite der RWE-Werbung vergrößern wollen? Ist mir auch egal, da sollen sich anderen den Kopf drüber zerbrechen. Übrigens: was ist ein Anwalt auf dem Grunde des Ozeans mit einem Betonklotz an den Füßen? Ein guter Anfang.

Eine unterstützenswerte Aktion von .ausgestrahlt: RWE bzw. deren Werbeagentur Jung von Matt – deren Anwalt übrigens „Herr Unsinn“ heißt, das ist kein Witz! – will verhindern, dass urgewald weiterhin eine Satire-Werbung zu RWEs Schummel-Ökostrom veröffentlicht hält.


Hilf mit, die Werbungs-Satire weiter zu verbreiten und den Angriff auf die Meinungsfreiheit abzuwehren!

Das umstrittene Motiv - Bloggt es!

Das umstrittene Motiv - Bloggt das Atom-Trio!

Die Aufklärung über das dubiose RWE-Angebot „ProKlima Strom“ durch .ausgestrahlt und die Umweltorganisation urgewald gefällt dem Atomkonzern ganz sicher nicht. Nun droht die RWE-Werbeagentur Jung von Matt mit Schadenersatzforderungen, Strafanzeige, Anwalts- und Gerichtskosten, falls urgewald das oben abgebildete Motiv weiter verwendet. Aber natürlich gehe es nicht darum, „Ihre Vereinsarbeit zu behindern, Ihrem Verein die Äußerung einer Meinung zu verbieten oder Ihren Verein mit Kosten zu belasten“, schreibt Herr Unsinn, Anwalt der RWE-Agentur…

Mitmachen: Das Atom-Trio bloggen

Mehr zu der Aktion erfahren bei .ausgestrahlt

Reaktionen

Grußnote zur Wahl

7. November 2008

Brodaganda gratuliert der in allen Kriegen siegreichen Sowjetunion zur Wahl des neuen Vorsitzenden Michail Sergejewitsch Gorbatschow. Nach den greisen Hardlinern Leonid Iljitsch Breschnew und Juri Konstantin Ustinowitsch Tschernenko wird nun ein neue Generation an der Spitze des Staates stehen. Insbesondere erfreulich sind die Ankündigung von Glasnost und Perestroika (engl.: Change). Trotz allem angebrachten Optimismus wird sich diese Vorhaben aber an dem rauen Wind der Realpolitik messen lassen müssen. Brodaganda wünscht dem sowjetischen Vielvölkerstaat viel Kraft und Erfolg auf dem Weg der Rückkehr in die Weltgemeinschaft moderner und friedliebender Staaten.

Skandal: ADF antisemitischer als Iran

20. August 2008

Wer erinnert sich noch an die Meldung vom Mai 2006, wonach Juden im Iran künftig einen gelben Stern tragen müssen? Nun, das war natürlich eine Falschmeldung der kriegspropagandistischen Art.

Keine Falschmeldung ist hingegen, daß unliebsame Nutzer des Antideutschen Deppen Forums (ADF) jetzt gelbe Sterne tragen müssen. Insbesondere solche mit Israel-Flagge im Profilbild.

Für Beobachter des Forums ist diese Entwicklung keine große Überraschung. So gab es in letzter Zeit wiederholt Berichte über die Regression des Forums, nach denen dort Skt. Adorno zensiert und sogar die Freiheit bedroht wurde. Durch diese neuerliche Eskalation überholt das ADF aber nun sogar den mega-total-Satan-super-Hitler Ahmadinedschad in puncto antisemitischer Barbarei.

(Frei nach einem Artikel von Stefan Niggemeier.)

Jungfrauen für Wolfgang Röhl

9. Juli 2008

Wir wollen mit Broder nicht so streng sein, weil er die Nürnberger Gesetze vermisst oder mit Wolfgang Röhl, weil er Greenpeace mit Neonazis gleichsetzt. Bei alten Männern sind derartige Provokationen oft nur ein Hilfeschrei nach menschlicher Zuneigung und körperlicher Nähe.

Aber: andererseits ist das auch ein wenig der Grund, weswegen es beunruhigend ist, woran Wolfgang Röhl denkt, wenn er Kinderbroschüren von Greenpeace betrachtet. Jedenfalls ist nicht anzunehmen, daß Röhl zufällig das Sternzeichen der abgebildeten Personen bekannt ist:

Unwissende Schüler und Besucher, die meisten von ihnen deutlich minderjährig, werden dort quasi en passant mit dem monokausalen Horror-Weltbild der Organisation […] vertraut gemacht. […] Alles Gute, symbolisiert durch ein Foto, auf dem eine ernst und konzentriert drein guckende Jungfrau ein pfeilschnelles Zodiac gegen die Weltzerstörer steuert, kommt von Greenpeace.

Schlauchbootfotos von Greenpeace? Das ist widerlich, Wolfgang Röhl. Bitte gehen sie weg. Weit weg. Von Kindern vor allem. Ich glaube mir ist schlecht.

Anmerkung: Hervorhebung im Zitat von Brodaganda.

Bäcker, statt Brötchen

4. Juli 2008

Broder übt sich gerne im Zynismus. Oder er probiert zumindestens, auf diese Weise Beachtung zu finden. Allerdings – man kann bei diesem Ausfall wohl nur von Sommerloch-Zynismus sprechen:

Im übrigen könnte man auch die Frage stellen, ob man von “Vertreibung” sprechen kann, wenn 5o% der “Vertriebenen” gerade 4o km vertrieben wurden.

Netter Versuch. Aber da geht noch was! Hier drei Vorschläge, wie sich Henryk M. Broder in der Zynismus-Kategorie noch steigern könnte:

  • Im übrigen könnte man auch die Frage stellen, ob man von „Armut“ sprechen kann, wenn 99,98% der Bundesbürger immer noch nicht gezwungen sind, ihre Kinder auf den Strich zu schicken.
  • Im übrigen könnte man auch die Frage stellen, ob man von Nichteinhaltung von „Menschenrechten“ im Iran sprechen kann, wenn 98% der Bewohner ja eigentlich nur Drecksmusel sind.
  • Im übrigen könnte man auch die Frage stellen, ob man von einer „Bedrohung“ Israels durch Selbstmordattentäter sprechen kann, wenn es in Wirklichkeit die Riesenchance für israelische Chirurgen eröffnet hat, die Weltbesten ihres Faches zu werden.

Na da muß wohl erst der Bäcker kommen und nicht die Brötchen. Aber da Du den Wettbewerb angefangen hast, Henryk, solltest Du jetzt bitte nicht neidisch rumheulen, nur weil Dich einer im Zynismus schlägt.