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Kewil – nicht zu überbieten

21. Juli 2008

Warum das Blog „Fakten – Fiktionen“ von Kewil auf Brodaganda eine so geringe Rolle spielt (abgesehen vom Hinweis, daß Vera Lengsfeld von der Achse Kewil zitiert)? Nun, Brodaganda möchte bekanntlich grassierende Dummheit, überkommene Denkweisen, Zynismus und Doppelmoral eine bestimmten Spezies Blog bloßstellen. Insbesondere auch mit den Mitteln der Überzeichnung.

Das klappt aber nur, wenn bei den derart Kritisierten ein gewisser Anspruch besteht – wenn eine Überzeichnung überhaupt möglich ist. Damit hat man aber bei Kewil keine Chance. Welche Satire sollte noch zur Anwendung kommen, wenn das Ausgangsmaterial schon die perfekte Satire ist? Wie – zum Teufel – soll man derart hirnrissigen Quatsch noch überzeichnen:

Zur CDU gehörten einst Männer wie Adenauer und Erhard. Heute ist die Partei verferkelt, unkenntlich, charakterlos, marode bis in die Knochen. […] Mit einem solchen grünen Schmierentheater will die CDU an der Regierung bleiben:

[…] Das Fahrrad spielt als umweltfreundliches Verkehrsmittel eine Schlüsselrolle. Die Union setzt sich konsequent für die Stärkung des Radverkehrs und die bessere Vernetzung mit anderen Verkehrsmitteln ein.

Radverkehr im Hightechland Deutschland? Die Autoindustrie soll durch Fahrradfabriken ersetzt werden? Liebe Leser, kennen Sie den Ausdruck ‘Charakterlumpen’?

Die CDU ist also verferkelt, weil die den Radverkehr stärken möchte? WTF? Unmöglich, das zu überbieten.

Lengsfront mit Vera und Kewil

20. Februar 2008

Während sich Broder inzwischen nicht mehr so sicher ist, ob er mit „Politically Incorrect“ bekannt ist oder bekannt sein möchte, verweist seine Kollegin auf der Achse des Guten, Vera Lengsfeld, über einen kleinen Schamumweg auf einen FAS-Artikel mitsamt zugehörigem Einleitungstext von Kewil („Fakten und Fiktionen“).

So beklagen sich also FAS-Artikel Autor Wehner, Kewil und Lengsfeld in trauter Übereinstimmung, daß zuviel Geld ungeteilt im Kampf gegen derartige Erscheinungen wie das „Progrom von Mügeln“ (Zitat Broder) ausgegeben wird. Und außerdem stört sie, „dass das Thema von Leuten besetzt wird, die weit links von der Mitte stehen“ (Wehner) und: „Ein Teil dieser Programme ist in den Händen von Linksextremen.“ (Lengsfeld).

Ja, Glückwunsch, da haben die beiden ja nun offenbar zumindestens die Misere verstanden: die Linken und – welch Überraschung – die Verfolgten des Nazi-Regimes sind genau diejenigen wenigen, die tatsächlich Willens und in der Lage sind, die benötigte Basisarbeit im Kampf gegen Rechts zu leisten. Das kann man ja auch beileibe nicht jedem Konservativen zumuten – damit ließen sich leicht gewisse Wählerschichten vergraulen.

Liebe Frau Lengsfeld und lieber Herr Wehner, wenn sie das schon soweit verstanden haben, dann könnten sie doch auch den nächsten logischen Schritt gehen. Das wäre die Erkenntnis, daß eben nicht das Problem ist, daß Rechtsextremismus überhaupt bzw. von Links bekämpft wird.

Sondern das Problem ist, daß Rechtsextremismus eben kaum von denjenigen bekämpft wird, die diese „Wirtshausschlägerei in Mügeln“ nicht so schlimm finden. Wenn Sie den Kampf gegen Rechts nicht den Linken überlassen wollen, dann tragen Sie ihn doch in die bürgerliche Mitte. Aber beschweren Sie sich nicht darüber, daß überhaupt jemand was tut.

Und, nebenbei, Frau Lengsfeld: solche Partner wie PI oder Kewil, in deren Kommentarbereich es so richtig braun herumschwappt, sind dabei jedenfalls garantiert nicht die richtigen Verbündeten, die ein Interesse am Kampf gegen den rechten Terror haben.