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Die Fratze der Dummschwätzer

22. Juli 2008

Liza hat

Die Fratze der Barbarei

beim jüngsten Leichentauschgeschäft in Nahost entdeckt. Aber nicht nur diese, sondern auch die Fratze der Dummschwätzer geht anläßlich dieses Ereignisses in der Blogosphäre um.

Hisbollah = Aasgeier […] Leichen dienten als Verhandlungsmasse für die Terroristen, die regelmässig auf der Regierungsbank in Beirut Platz nehmen. (Euckenserbe auf Freunde der offenen Gesellschaft)

[…] angesichts der makabren Praxis der Hisbollah, israelische Leichenteile als Tauschpfänder einzusammeln, […] (J. R. Weiner und D. Morrison auf Jerusalem Zentrum)

Leichen als Tauschpfänder, als Verhandlungsmasse, das ist der Gipfel der Barbarei! Makaber! Wer macht denn sowas? Nun, kleiner Hinweis: eines der beiden Länder Libanon und Israel, die in den Deal verwickelt waren, hat sogar fast 200 Leichen als Tauschpfänder zurückgelegt. Noch ein Tip: es handelt sich dabei nicht um den Libanon.

Besonders infam und daher gerechtfertigterweise mit starken Emotionsbekundungen bedacht ist auch die Ermordung unschuldiger Zivilisten und unschuldiger Kinder. Diese gezielt zu töten ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zwischen der Barbarei der Terroristen und den zivilisatorischen Errungenschaften des Westens. Der Westen greift selbstverständlich nur Bewaffnete an und keine unschuldigen Zivilisten und Kinder. Von diesem Standpunkt her zu betrachten ist die Empörung über die feigen Angriffe der Hisbollah auf die unschuldigen Grenzsoldaten ldad Regev und Ehud Goldwasser, die allerorten in der Blogosphäre zu spüren ist. Malte Lehming bringt es im Tagesspiegel auf den Punkt:

[…] die Leichen von zwei unschuldigen Israelis gegen fünf quietschlebendige Verbrecher der islamistischen Hisbollah ausgetauscht wurden.

Unschuldige Zivilisten, unschuldige Soldaten – naja, das ist ja auch alles eine Soße, irgendwie. Denn eigentlich hat ja sowieso niemand Schuld. Wozu soll man sich da um unterschiedliche Worte im Erregungskarussel bemühen? Sonst könnte man ja nicht sowohl einen Angriff auf Zivilisten als auch einen Angriff auf Soldaten jeweils gleichermaßen als ganz besonders feigen Akt brandmarken.