Archive for the ‘Broder’ Category

Vollpfosten und Anbaupfosten

6. September 2010

Jetzt neu bei Ikea:

BRODER Kombination mit Anbaupfosten

Vollpfosten und Anbaupfosten Broder - Jetzt bei IKEA

„Wo selbst dein Aufsatz aus der 5. Klasse seinen Platz hat.“

http://www.ikea.com/de/de/search/?query=broder

Auch als Verbinder, äh Verbindungspfosten erhältlich!

(Mit Dank via vert)

Advertisements

broder gesehen.

27. November 2009

vert hat broder gesehen.

Auf dem einen Nazivergleichsauge blind

12. Oktober 2009

Thilo Sarrazin hat ein Interview gegeben, in dem sich einige Anklänge an die nationalsozialitische Propaganda finden lassen, z.B. an

  • Unterteilung in nützliche und unnütze Menschen („Eine große Zahl an Arabern und Türken […] hat keine produktive Funktion“, „zwanzig Prozent der Bevölkerung, die nicht ökonomisch gebraucht werden“)
  • Vernichtungswünsche („Dieser Teil muss sich auswachsen.“)
  • Überschwemmungsphantasien („Die Türken erobern Deutschland […] durch eine höhere Geburtenrate.“)
  • Rassenüberlegenheit („wenn es osteuropäische Juden wären mit einem um 15 Prozent höheren IQ“)
  • Entmenschlichung („Ich muss niemanden anerkennen, der […] ständige neue kleine Kopftuchmädchen produziert.“)

Wie nicht anders zu erwarten wird Sarrazin dabei von Broder verteidigt, dessen einziger Kritikpunkt lautet:

Sarrazin hat Recht, man könnte ihm allenfalls vorwerfen, dass er in seiner Analyse nicht weit genug geht.

Henryk M. Broder: „Deutschland in Aufruhr“

Soviel zur Einführung, denn eigentlich soll es diesmal nur um einen kleinen Randaspekt gehen.

Frage: Wie nennt es Broder, wenn Stephan Kramer, Generalsekretär des ZdJ, benennt, in welch unseliger Tradition sich die Worte von Sarrazin befinden?

Gestern hat [Stephan Kramer] auf einer Pressekonferenz zusammen mit der “Türkischen Gemeinde” den Rücktritt von Thilo Sarrazin als Vorstand der Bundesbank verlangt – mit diesen Worten: „Ich habe den Eindruck, dass Sarrazin mit seinem Gedankengut Göring, Goebbels und Hitler große Ehre erweist, er steht in geistiger Reihe mit den Herren.“ […]
[Stephan Kramer] ist es, der sich wegen einer unsäglichen Verharmlosung des Dritten Reiches entschuldigen und von seinem Amt als Generalsekretär des Zentralrates zurücktreten sollte.

Henryk M. Broder: „Kramer, springen Sie!“

Eine „unsäglichen Verharmlosung des Dritten Reiches“ also.

Andere Frage: wie nennt man es, wenn Broder routinemäßig Nazi-Vergleiche anstellt, von denen „Kinder-Stürmer“ für die taz, die Gestapo-Gleichsetzung der Wiener Polizei und die Freisler-Vergleiche für Richter wohl nur die Spitze des Eisbergs sind und dann die verharmlosende Wirkung von Nazi-Vergleichen beklagt?

Senilität? Doppelmoral? Weggetretenheit?

Der Leser möge selbst entscheiden. Vermutlich steht derartige Selbstvergessenheit einfach ausserhalb jeder Kategorie.

Update: Da der angegebene Link zum Artikel „Kramer, springen Sie!“ von Henryk M. Broder inzwischen auf einen anderen Artikel verweist, ist hier der Artikel-Text archiviert:

Mein Freund Stefan Kramer raucht nicht, kifft nicht, trinkt nur Mineralwasser und arbeitet jeden Tag etwa 16 Stunden. Trotzdem rastet er gelegentlich aus. Erst vor ein paar Tagen hat er Harald Schmidt aufgefordert, sich zu entschuldigen, weil dieser mit einem Scherz das Dritte Reich verharmlost haben soll. Gestern hat er auf einer Pressekonferenz zusammen mit der “Türkischen Gemeinde” den Rücktritt von Thilo Sarrazin als Vorstand der Bundesbank verlangt – mit diesen Worten:

„Ich habe den Eindruck, dass Sarrazin mit seinem Gedankengut Göring, Goebbels und Hitler große Ehre erweist, er steht in geistiger Reihe mit den Herren.“

Worauf Agenturen und Zeitungen zu Recht titelten: “Zentralrat der Juden vergleicht Sarrazin mit Hitler.”
Kramers Vorwurf ist so absurd, so daneben, so gaga, dass sich eine inhaltliche Auseinandersetzung mit ihm verbietet. “Es gibt Sachen, die sind so falsch, dass nicht einmal das Gegenteil richtig ist”, würde Karl Kraus sagen. Und würde jemand auf die Idee kommen, Kramer mit Spinoza, Marx und Einstein in “eine Reihe” zu stellen, wäre das ebenso undiskutierbar. Bleibt also nur die Frage, was es sein könnte, das Kramer umtreibt. Vermutlich nackter Aktionismus, gepaart mit galoppierendem Realitätsverlust, wie er bei Generalsekretären politischer Organisationen zur Voraussetzung ihrer Tätigkeit gehört, eine Art “deformation professionelle”, die freilich nicht ganz unreflektiert daherkommt. In vielen Fällen steht die produzierte Empörung in keinem Verhältnis zu ihrem Anlass, es kommt auch vor, dass die Reaktion umso heftiger ausfällt, je nichtiger der Auslöser war.
Sich mit dem Bundespräsidenten anzulegen, der innerhalb von zwei Monaten gleich zwei praktizierenden Antisemiten (Langer und Mankell) die Ehre einer Auszeichnung erwiesen hatte, das hat Kramer nicht gewagt, da kam eine natürliche Autoritätsbremse zum Einsatz; sich auf Kosten von Sarrazin zu profilieren, der angezählt in einer Ecke steht, das geht allemal. Aber diesmal ist Kramer, der angesichts der schwindenden Bedeutung des Zentralrates eine taktische Allianz mit der “Türkischen Gemeinde” sucht, zu weit gegangen. Er ist es, der sich wegen einer unsäglichen Verharmlosung des Dritten Reiches entschuldigen und von seinem Amt als Generalsekretär des Zentralrates zurücktreten sollte. Das wird natürlich nicht passieren. Denn bei den Juden ist die Personaldecke ebenso dünn wie bei den Sozialdemokraten. Und da muss man jedem dankbar sein, der bereit ist, einen Job zu übernehmen. Und dazu hat schon Gustav Noske das Nötige gesagt und getan.

Zwei Islamkritiker, eine Ideologie

6. Juli 2009

“Islamistin”, “Terroristin”, “Schlampe”

“Du hast kein Recht, zu leben”

Alexander W., mörderischer Islamkritiker, erstach die schwangere Mutter und Muslima Marwa E. während einer Verhandlung vor dem Landgericht Dresden

„die feinsinnige Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus“

Henryk M. Broder, ehrenwerter Islamkritiker und gern gesehener Kolumnist bei Spiegel Online

Toleranz-Experten unter sich

21. September 2008

die Creme des Euro-Faschismus, die rechte Politcamorra des Alten Kontinents […]
‚Pro Köln‘ ist die zeitgenössische Variante des Nationalsozialismus, die, wenn sie könnte, wie sie wollte, mich in eine Gaskammer stecken würde.

Ralph Giordano charakterisiert „Pro Köln“, in: Erklärung von Ralph Giordano

Wie immer, wenn die Antifa aufmarschiert, war keine Fa da […]
mangels an Faschisten

Henryk M. Broder charakterisiert „Pro Köln“, in: Tollerantes Kölle

Also gehen sie jetzt schon auf die Straße, um gegen “Rechtsradikale” zu demonstrieren, die keiner wahrnehmen würde, wenn die Kölner Antifa nicht zu einer Demo gegen sie aufgerufen hätte.

Henryk M. Broder wirbt um Toleranz für „Pro Köln“ und einen Kongress Rechtsextremer, in: Tollerantes Kölle

Nicht wenigen Intellektuellen macht es Spaß, als Advokaten mörderischer Toleranz aufzutreten.

Henryk M. Broder kritisiert Henryk M. Broder, in: Kritik der reinen Toleranz

paramilitärisch organisierten linken Mob […] „zeitgenössischen SA-Kontrollpunkte“

Pro-Köln und Altermedia über die Antifa

SA-Rot-Rotte

Die Grüne Pest über die Antifa

Schrammas schwarze SA-Schergen

PI-Leser über die Antifa

die alternative SA

Henryk M. Broder im Jargon seiner Informationsquellen über die Antifa, in: Tollerantes Kölle

Maulhelden der Meinungsfreiheit

18. September 2008

Das LG Köln hat Henryk M. Broder in Teilen und im konkreten Kontext eine Äußerung gegen Evelyn Hecht-Galinski verboten. Brodaganda meint: Das konkrete Urteil ist ein gutes Urteil. Wie kann man aber für eine weit gefasste Meinungsfreiheit sein und sich selbst das Recht herausnehmen, andere mit scharfen Worten zu kritisieren – aber dennoch dieses Urteil nicht ablehnen?

Zuerst einmal haben die Richter in ihrer Urteilsbegründung erkannt, dass es Broder eben gerade nicht um die Kritik an einer Sache geht, sondern um die Diffamierung von Hecht-Galinski. Kritik darf scharf sein, aber sie bedarf der Begründung. Bei den konkreten Umständen spielt aber vor allem auch die publizistische Reichweite eine große Rolle. Das Thema Meinungsfreiheit vs. Kritik entwickelt sich im Allgemeinen zu Lasten derjenigen, die sich nicht auf ausgiebige Rechtsstreits einstellen können und deren Position in der Gesellschaft weniger gehört wird. Es ist eine gefährliche Entwicklung, wenn sich ein realweltlicher Vorteil z.B. in Kommunikationsmitteln auch vor Gericht fortsetzt. Eigentlich müsste das Rechtssystem eher das Gegenteil gewährleisten. Was kümmert es z.B. Frau Merkel, wenn Blogger Kewil sie als Ferkel bezeichnet? Nicht viel und eine juristische Auseinandersetzung darum wäre mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Umgekehrt sähe es aus, wenn Merkel Blogger Kewil erfolgreich verhöhnen könnte – die von ihr hervorgerufene Medienresonanz ist ungleich stärker. In diesem Sinne müssen vor Gericht die realen Gegebenheiten berücksichtigt werden. Broders medialer Wirkungskreis ist weit höher und er hat ein Publizisten-Netzwerk, welches ihm zur Seite springt. Unter diesem Umständen sind die Auswirkungen seiner Feldzüge größer und müssen im Zweifel strenger beurteilt werden.

Ein anderer wesentlicher Aspekt an der Sache ist, dass gerade diejenigen, die hier den „qualvollen Tod“ der Meinungsfreiheit wittern, sich im Allgemeinen eben nicht mit einer gesellschaftlichen Debatte zufrieden geben, sondern darauf zielen, den Gegenüber von der gesellschaftlichen Debatte auszuschließen. So gibt man sich z.B. im Falle der kruden Thesen des Sporthistorikers Arnd Krüger auf der Achse nicht mit gesellschaftlicher Debatte, negativer Presse für Krüger sowie der Einsicht und Entschuldigung Krügers zufrieden. Die Achse verlangt mehr: aber auch Rüge und Distanzierung der Vereinigung für Sportwissenschaft von ihrem Mitglied Krüger sind nicht genug. Die Universität Göttingen als Arbeitgeber von Krüger wird angegangen, weil sie völlig zu recht auf die wissenschaftliche Debatte verweist. Inzwischen sind Arbeitgeber offenbar ein üblicher Ansatzpunkt geworden, um den Gegenüber mit der Zerstörung der wirtschaftlichen Existenz unter Druck zu setzen. Der obligatorische Hinweis, Hecht-Galinski sei ja nur Hausfrau und lebe vom Namen ihres Vaters, dürfte auch Ausdruck kaum verholenen Ärgers darüber sein, dass Hecht-Galinski kein Ziel in diesem Sinne bietet. Schließlich ist aber Broders ursprünglicher Anlass für das Verfahren selbst beredt genug. Der Brief an Intendantin Piel:

vielleicht wäre es ihnen trotzdem möglich, herauszufinden, was die redaktion von “hallo ü-wagen”, dazu veranlaßt hat, frau evelyn hecht-galinski einzuladen […]

Broders selbst zum Ausdruck gebrachtes Ziel ist also nicht die Auseinandersetzung mit Hecht-Galinski, sondern deren Ausschluss aus der Debatte. Auch bei Achsen-Gastautor Clemens Wergin scheint dieser Aspekt deutlich durch:

so liegt der Skandal doch […] in der Tatsache, […] dass Hecht-Galinski so gerne zu Podiumsdiskussionen eingeladen wird, um […]

Eine ungeheure Heuchelei ist es daher, Broder nun als Held der Redefreiheit zu stilisieren. Zumal ein Gerichtsurteil wesentlich transparenter und besser demokratisch legitimiert ist, als Forderungen an die Arbeitgeber der Meinungsgegner zu richten.

Langfristig müssen wir uns damit abfinden, dass Geschrei, Ablenkung, Schmutzkampagnen, Lügen, Verdrehungen und die ganze Bandbreite emotionalen Fan-Geschreis in gesellschaftlichen Debatten immer weiter zunehmen und sachbezogene Kritik selten wird. Das Urteil ist für die Protagonisten dieser Entwicklung allenfalls ein kleiner Stolperstein auf dem Weg. Allerdings muss ich in diesem Sinne auch Kritik und Kunst recht geben: es wird keinen Zweck haben, gegen diese Tendenz auf Dauer mit juristischen Mittel anzugehen. Aber einstweilen ist dieses Urteil dennoch ein gutes Urteil.

Good news are no news (2)

11. August 2008

In Sachen Abschaffung der Steinigung im Iran hat Broder nun reagiert. Allerdings bezieht er sich nicht auf die Nachricht an sich, sondern nur auf die tatsächlich arg beschönigende Überschrift „Ein Gottesstaat kommt zur Vernunft“ eines Kommentars in der taz und zeigt damit demonstratives Desinteresse an der konkreten Entwicklung, an Fort- und Rückschritten der Menschenrechte im Iran. Es scheint, daß für Broder der Fall lediglich insofern ärgerlich ist, daß ihm damit ein Werkzeug der Agitation gegen den Iran abhanden zu kommen droht.

Wie folgende kleine Auswahl an Zitaten zeigt, wird auf der Achse die Barbarei von Steinigung und Handabhacken im Iran und anderswo gern als Anklagepunkt gegen Iran und Islam ins Feld geführt. Gibt es aber konkrete Fortschritte in diesem Punkt, dann ist das Thema plötzlich nicht mehr interessant. Nicht die Menschrechtslage ansich ist für die Achse also von Interesse, sondern diese eben nur insoweit, wie sie sich als Propaganda benutzen läßt.

„Islam ist Frieden“ (& much more) – Iran: Steinigung als Staatsgesetz (Henryk M. Broder)

Nicht einmal über die Steinigung von Frauen darf geredet werden (Henryk M. Broder)

Der Westen aber schweigt. Nicht nur bei Steinigungen. (Wolfram Weimer)

Das islamische Recht, das Biertrinker mit Auspeitschung, Diebe mit Handabhacken, Ehebrecherinnen mit Steinigung bestraft, entfaltete zumindest in Khartoum sein drakonisches, aber wirksames Regime und blieb auch nach Numeiris Sturz 1985 in Kraft. (Eugen Sorg)

zum Beispiel weiß ich durch die Scharia, dass es gegen islamisches Recht verstößt, bei der beliebten Steinigung den zu Steinigenden gleich mit dem ersten Stein ins Jenseits zu befördern (Wolfgang Röhl)

Was aber würde passieren, wenn eine Menschenrechtsgruppe solche drastischen Plakate zum Thema Mädchenverstümmelung im Sudan oder Steinigungen im Iran geklebt hätte? (Michael Miersch)

Ein Scharia-Gericht hat in Nigeria sechs Todesstrafen durch Steinigung verhängt. 46 Menschen wurden außerdem zu Amputationen verurteilt. (Wir weisen auf diese Geschichte unter Vorbehalt hin – es könnte sich auch im islamophobe Propaganda handeln. Näheres demnächst im BILDblog.) (Henryk M. Broder)

Noch lustiger wäre es nur, wenn die Künstler eine kleine Steinigung nachspielen (Henryk M. Broder)

Jungfrauen für Wolfgang Röhl

9. Juli 2008

Wir wollen mit Broder nicht so streng sein, weil er die Nürnberger Gesetze vermisst oder mit Wolfgang Röhl, weil er Greenpeace mit Neonazis gleichsetzt. Bei alten Männern sind derartige Provokationen oft nur ein Hilfeschrei nach menschlicher Zuneigung und körperlicher Nähe.

Aber: andererseits ist das auch ein wenig der Grund, weswegen es beunruhigend ist, woran Wolfgang Röhl denkt, wenn er Kinderbroschüren von Greenpeace betrachtet. Jedenfalls ist nicht anzunehmen, daß Röhl zufällig das Sternzeichen der abgebildeten Personen bekannt ist:

Unwissende Schüler und Besucher, die meisten von ihnen deutlich minderjährig, werden dort quasi en passant mit dem monokausalen Horror-Weltbild der Organisation […] vertraut gemacht. […] Alles Gute, symbolisiert durch ein Foto, auf dem eine ernst und konzentriert drein guckende Jungfrau ein pfeilschnelles Zodiac gegen die Weltzerstörer steuert, kommt von Greenpeace.

Schlauchbootfotos von Greenpeace? Das ist widerlich, Wolfgang Röhl. Bitte gehen sie weg. Weit weg. Von Kindern vor allem. Ich glaube mir ist schlecht.

Anmerkung: Hervorhebung im Zitat von Brodaganda.

Bäcker, statt Brötchen

4. Juli 2008

Broder übt sich gerne im Zynismus. Oder er probiert zumindestens, auf diese Weise Beachtung zu finden. Allerdings – man kann bei diesem Ausfall wohl nur von Sommerloch-Zynismus sprechen:

Im übrigen könnte man auch die Frage stellen, ob man von “Vertreibung” sprechen kann, wenn 5o% der “Vertriebenen” gerade 4o km vertrieben wurden.

Netter Versuch. Aber da geht noch was! Hier drei Vorschläge, wie sich Henryk M. Broder in der Zynismus-Kategorie noch steigern könnte:

  • Im übrigen könnte man auch die Frage stellen, ob man von „Armut“ sprechen kann, wenn 99,98% der Bundesbürger immer noch nicht gezwungen sind, ihre Kinder auf den Strich zu schicken.
  • Im übrigen könnte man auch die Frage stellen, ob man von Nichteinhaltung von „Menschenrechten“ im Iran sprechen kann, wenn 98% der Bewohner ja eigentlich nur Drecksmusel sind.
  • Im übrigen könnte man auch die Frage stellen, ob man von einer „Bedrohung“ Israels durch Selbstmordattentäter sprechen kann, wenn es in Wirklichkeit die Riesenchance für israelische Chirurgen eröffnet hat, die Weltbesten ihres Faches zu werden.

Na da muß wohl erst der Bäcker kommen und nicht die Brötchen. Aber da Du den Wettbewerb angefangen hast, Henryk, solltest Du jetzt bitte nicht neidisch rumheulen, nur weil Dich einer im Zynismus schlägt.

Broder jumps the gun

7. Juni 2008

Broders Polemik erweist sich bekanntermaßen des öfteren als Rohrkrepierer, da er elementare Recherche scheut. Nun berichten Politisch Korrekt und Stefan Niggemeier darüber, wie Broder von Sebastian Edathy eine Forderung nach Beobachtung des Muslim-Marktes durch den Verfassungsschutz verlangt – obwohl diese längst gegeben ist. „Jumps the gun“ sagt man wohl im englischen dazu.

Etwas anderes, aber auch aufschlußreich. Broder schreibt:

Weil man “Ehrenmorde” nicht verhindern kann, soll wenigstens die Berichterstattung darüber verboten oder zumindest behindert werden.

Aber wen meint nun Broder mit jener mysteriöse Entität „man“, welche Ehrenmorde offenbar gern verhindern möchte, hilfsweise aber nun anordnet hat, die Berichterstattung über Ehrenmorde auf breiter Front zu verhindern? Die Bundesregierung, die CIA oder gar die jüdische Weltverschwörung? Nun:

Vor kurzem hat die Schwester eines Ehrenmordopfers eine Einstweilige Verfügung gegen ein Buch erwirkt, in dem die Tat und der Täter beschrieben worden.

Die Schwester des Opfers also. Na, ganz bestimmt der Mossad. Ganz ohne Grund, noch dazu:

Außerdem fühlt sich die Frau, ebenfalls zwangsverheiratet und ohne deutsche Sprachkenntnisse, verletzt, weil im Buch ihre Vergewaltigung angedeutet wird.

Da stellt sich doch die Frage, ob solche Stilblüten tatsächlich nur durch Broders Copy&Paste-Stil entstehen – oder nicht eher einen tieferen Einblick in die Entstehung der paranoiden Gedankenwelt Broders und insbesondere seiner Anhänger zulassen.