Archive for the ‘Antideutsche’ Category

Schlag gegen Antideutsche

1. Dezember 2009
 
Endlich! Aus dem größten Skandal nach Auschwitz sollen jetzt Konsequenzen gezogen werden:
Das Singen der ersten Strophe des Deutschlandliedes sei, so der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU), politisch „nicht vertretbar“. Der Grünen-Landtagsabgeordnete und BR-Rundfunkrat Ludwig Hartmann […]  forderte die Verantwortlichen auf, künftig gerade „bekannte Krawallsänger“ wie Doherty vor einem Auftritt genau unter die Lupe zu nehmen. Zur Not müsste wohl ein Alkoholtest gemacht werden.
 
Politisch nicht vertretbar, sueddeutsche.de
 
Bekannte Krawallsänger müssen sich vor Auftritten einem Alkoholtest unterziehen? Sehr gut! Diese Maßnahme würde sämtliche Auftritte des Rüpelbarden Torsun und dessen Jahrmarktskombo Egotronic unmöglich machen und die Hydra der antideutschen Unkultur somit um einen ihrer prolligsten intellektuellsten Köpfe bringen. Brodaganda erklärt sich ausdrücklich solidarisch mit den weitsichtigen Plänen des weisen Führers Ludwig Hartmann.
 
 
(Hervorhebungen im Zitat von Brodaganda.)

Antideutsche Doppelmoral

3. November 2009

Die Doppelmoral zählt noch immer zu der unangenehmsten Eigenschaft der an unangenehmen Eigenschaften wahrlich nicht armen  antideutschen/philosemitischen Szene in Deutschland. Wenn irgendwo  ihre Kriegshetzer-Veranstaltungen nicht geduldet werden, dann schreien sie lauthals und weinerlich „Zensur“ – während andererseits ungenehme Veranstaltungen sofort mit Boykott, Blockade und Gewalt mundtot gemacht werden sollen. Den Wechsel zwischen diesen widersprüchlichen Zuständen beherrschen unseren kleinen Nachwuchsstalinisten ohne mit der Wimper zu zucken.

Ein gutes Beispiel dafür bieten zwei Ereignisse in jüngster Zeit, die sich sehr ähneln. Am 25. Oktober blockierten Linke eine Veranstaltung der antideutschen Gruppe „Kritikmaximierung“, in deren Rahmen der Film „Warum Israel“ gezeigt werden sollte. Da ist das Geschrei der Betroffenen natürlich groß und die Veranstalter geben sich als Gralshüter der Meinungsfreiheit zu erkennen:

Für uns ist es nicht hinnehmbar, dass die politisch bedeutungslose und notorisch blindwütige B5 mitsamt ihrem Umfeld diktiert, welche Veranstaltungen wann und wo in Hamburg stattfinden.

Gruppe Kritikmaximierung: Laiendarsteller schlagen sich durch

Ja, Zensur und Meinungsdiktatur sind nicht hinzunehmen! Außer natürlich: der Zensor ist Antideutscher. Am 10. Oktober fand im Frankfurter „Club Voltaire“ eine Veranstaltung mit der Band „Die Bandbreite“ und dem  jüdischen Menschenrechtler Elias Davidson statt. Aber, man ahnt es, diese Veranstaltung gefiel nun wiederum den Antideutschen nicht:

Dabei kam es zu heftigen Protesten, die die Veranstaltung verhindern sollten. Etwa 50 zum Teil schwarz gekleidete Personen, die vom ehemaligen Klubleiter angeführt wurden, versuchten die Eingänge zu blockieren, stahlen die Kasse und störten die Veranstaltung, wobei sie den Auftritt der umstrittenen HipHop-Gruppe nicht verhindern konnten.

shortnews.de

Wie wandlungsfähig diese Szene doch ist: innerhalb von 15 Tagen vom Blockade-Mob zur Opferinszenierung. Und vermutlich schaffen sie es innerhalb der folgenden zwei Wochen auch wieder zurück. Oder gar beides gleichzeitig, falls sie bei einer ihrer SA-Nummern mal eins auf die Schnauze kriegen sollten.

Wenn sie könnten wie sie wollten, dann würden Antideutsche nur zu gerne „diktieren, welche Veranstaltungen wann und wo stattfinden“. Man ist also gut beraten, ihnen ihre Opferrolle nicht abzukaufen.

Fun fact: Monothema Israel

8. Mai 2009

Vorwürfe, andere Leute würden sich monothematisch mit den Themen Israel und dem Nahen Osten beschäftigen, kommen zu 97,3% der Fälle von Blogs und Personen, die sich ebenfalls monothematisch mit den Themen Israel und dem Nahen Osten beschäftigen.

(Mit Dank an Volker Radke für den inspirierenden Satz „kein anderes Thema juckt ihn so sehr“ im Beitrag Linux Mint und Israel.)

Judenfeindliche Israelsolidarität

11. Februar 2009

Die Gegenstimme ist gar nicht tot. Sie lebt aber auch nicht. Irgendwo dazwischen führt sie nun eine Zombie-Existenz, untot gehalten von unglaublich schlechten Ersatzschreibern. Im Grunde gibt es keinen Grund, dort vorbei zu schauen. Wer allerdings Zweifel daran hegt, mit welch hasserfüllten Fanatikern sich Antideutsche auf sog. Israel-Solidaritätsdemonstrationen zusammenfinden, der kann hier fündig werden:

An Jesus Christus wirst Du, Israel, nicht vorbei kommen! Niemand kann Dir helfen, als Er allein. Solange Du Ihn, den Jeshua Mashiach, ablehnst, machst Du Dir das Leben unnötig schwer!

So sind sie, unsere Freunde von der Judenmission. Existenzrecht für Juden, ja, aber nur unter der Bedingung, dass es keine Juden sind.  Es ist ein altes Ziel, was sie nicht aufgeben möchten. Der württembergische Landesrabbiner Joel Berger formulierte es so:

„Die Judenmission ist für mich Fortsetzung des Holocaust mit anderen Mitteln.“

Nun macht es die Antideutschen natürlich noch nicht automatisch zu Verfechtern der Juden-Ausrottung, wenn sie Seite an Seite mit solchen Gestalten mit ihrer perversen Art der Israelsolidarität demonstrieren. Aber die Tatsache, sich in einem Bett mit diesen Antisemiten wiederzufinden, sollte ihnen eigentlich zu denken geben. Eigentlich. Aber denken war ja noch nie die Stärke von Fähnchenschwenkern.

Update: Dankenswerterweise stellt NUB Platz für eine ausführliche Diskussion bereit, ob es sich bei der Gegenstimme tatsächlich um Antisemiten oder lediglich um religiöse Eiferer handelt (Kommentarbereich beachten). Dort begründe ich auch nochmal in verständlicherer Form meine Einschätzung. Die dafür genutzten Argumentationsmuster werden in dieser Form häufig von sog. israelsolidarischen Blogs verwendet und entziehen sich damit bequemerweise jeder Kriktik:

Es geht doch darum, dass die Erklärung der Selbstmordanschläge durch das Verhalten der Juden sowohl ein antisemitischen Klischee ist (die Juden sind selbst Schuld am Antisemitismus), als auch als Rechtfertigung der Anschläge gewertet wird. Jedenfalls, wenn es sich um einen deutscher Israelkritiker handelt, der die Besatzung als Ursache für die Anschläge ausmacht. Genau das gleiche wie für deutsche Israelkritiker muss aber auch für die Gegenstimme gelten, wenn sie die Nichtkonvertierung der Juden als Ursache für die Anschläge ausmacht. Da muss einfach identisches Verhalten identisch beurteilt werden.

Opfer sein für Anfänger

27. Januar 2009

Der letzte Beitrag „Hasserfüllte Fanatiker“ hat tatsächlich dazu geführt, dass sich ein solcher angesprochen fühlte (via Wendy). Und wie immer, wenn dieses Klientel sich in Rage redet, ist das entlarvend genug:

Wenn dann der deutsche Mob eben diese verhaut, die antisemitische Demonstrationen als Anlass zum Protest nehmen […] dann freust du dich und schreibst es ihnen selbst zu, so haben sie ja provoziert. Die Deutschen wussten schon immer genau, dass die Juden selbst Schuld am Antisemitismus sind, so wie du genau weißt wer für die Gewalt gegen Antideutsche und Israelsolidarische ist: Genau, sie selbst!

Da haben wir es also: mit den Antideutschen ist es ja im Prinzip so wie mit den Juden. Egal ob Opa bei SS, Wehrmacht oder Topf&Söhne war, das braucht den Antideutschen nicht mehr zu kümmern, denn jetzt ist er ja Jude. So wie Kampfhundbesitzer und Manager auch. In trauter Eintracht werden die Nachkommen der Täter nun Opfer, „genau wie die Juden“. Noch schöner wird es nur, wenn man dazu noch die historische Schuld großzügig bei anderen entsorgen kann. Man braucht selbst kein Täternachfahre mehr sein, wenn man das auch einfach den Museln zuschreiben kann, diesen Nazis. Vergangenheit abstreifen leicht gemacht. Hier liegt wohl der Schlüssel zum Verständnis der antideutschen Bewegung.

Wer noch zweifelt, wie diejenigen ticken, die sich so gern über die ihnen vom antisemitischen Mob drohende Gewalt  beschweren, der sollte sich den folgenden Kommentar in einem Blog durchlesen. So klingt es dann, wenn sich unsere tapferen Israelfahnen-Schwinger nicht gerade zum Opfer stilisieren:

# agent orange sprach am 5. Januar 2009 um 13:46h

hey [Name entfernt…], du alter antisemit. wir werden dich mal zeitnah in der ilsestr. besuchen. daher raten wir dir: spring lieber von der brücke bei dir um die ecke. am ende wird es so oder so nach selbstmord eines geisteskranken aussehen. also spring, [Name entfernt…], spring. so ersparst du dir jede menge leid und wir brauchen uns dein gewinsel um gnade nicht mehr anhören.

Hasserfüllte Fanatiker

20. Januar 2009

Es gilt natürlich weiter, was Brodaganda schon immer gesagt hat: Der Staat Israel ist ein liebenswerter, interessanter Staat in einer schwierigen Lage – nur seine deutschen Verteidiger sind gemeingefährliche Irre, die in Sachen Tugendterror locker selbst islamistische Organisationen in den Schatten stellen würden, wenn man ihnen nur genügend Macht dazu in die Hand geben würde.

Solidarität mit Kuba, Liechtenstein, Taka-Tuka-Land oder gerade eben auch Israel ist politisch eine feine Sache. Auf der menschlich-individuellen Ebene wiederum muss man ein wirklich zynisches Arschloch sein, wenn man Leuten, deren Verwandte gerade in den palästinensischen Gebieten getötet werden, unbedingt mit der Nationalflagge desjenigen Staates im Gesicht rumfuchteln muss, der sie getötet hat. Es ist traurig, aber kaum verwunderlich, wenn manche sogar meinen, derart sadistischen Geistern könnte man nur mit einer Tracht Prügel aus ihrer pubertäten Phase helfen.

Nun ist es natürlich das Recht eines jeden, in den Wunden der Palästinenser nochmal richig tief die Finger rumzudrehen. Aber wirklich ekelhaft ist die Doppelmoral, die dieses Klientel an den Tag legt, wenn andere auch mal Rechte für sich in Anspruch nehmen möchten:

Tatsächlich zeigten die Demonstranten mit ihren anti-israelischen Parolen, den Palästina-Flaggen, die sie haufenweise mit sich trugen, und einer Fahne der Hamas, deren Präsenz die letzten Zweifel darüber ausräumte, dass sie keineswegs der Wunsch nach “Frieden” auf die Straße trieb, sondern die klare Parteinahme für den Terrorkrieg gegen Israel.

Es mögen bestimmte Parolen und die einsame Fahne der Hamas zu kritisieren sein. Aber interessant ist, was den Demonstranten eben auch nicht zugestanden werden soll: der Wunsch nach einem Staat Palästina an der Seite Israels gemäß UN-Teilungsplan, der mit dem „haufenweisen herumtragen“ der palästinensischen Fahne ausgedrückt wird. Mit der Negierung des Rechts auf einen Staat Palästina einher geht der Traum national frustrierter (Anti-)Deutscher von einem Groß-Israel als Surrogat für den eigenen Nationalismus.

Dabei ist den selbsternannten Verteidigern Israels, die sich so gern als Opfer der Gewalt stilisieren, die ihnen angeblich vom Mob drohen würde, der Wunsch deutlich anzumerken, dieses gefühlte Verhältnis umzudrehen und selbst einmal ordentlich Gewalt auszuüben:

Die Organisatoren der Demonstration haben von der Hamas gelernt, wie man “palästinensische Familien” als Schutzschilder benutzt, indem sie ihre mörderischen Absichten hinter derer demonstrativer Unschuld verbergen. Bei den Hamas-Demonstrationen, die bereits in den vergangenen Wochen überall in Deutschland stattgefunden haben, spiegelte sich dieser Geist schon in der Form ihres Auftretens wider: Frauen und Kinder zuerst.

In die gleiche Kerbe schlägt die LJG Perusch:

Die anderen durften unter dem Schutz der Polizei weiter marschieren und ihre hasserfüllten Parolen skandieren.

Von welcher Gewalt gegenüber den Teilnehmern einer palästinensischen Demonstration muss man denn träumen, um auf den Gedanken zu kommen, diese würden sich hinter „Frauen und Kindern verstecken“? Von welchen Gewaltphantasien muss man getrieben sein, um ernsthaft der „Schutz“ der Demonstranten durch die Polizei zu bemängeln? Ohne von einem Angriff auf die Demonstranten zu phantasieren, ist der Schutz durch die Polizei völlig irrelevant, wie selbst ein wohlgesonnender Kommentator bemerkt hat.

Politically Incorrect für Israel

Da ist es folgerichtig kein Wunder, dass das rechte Blog „Politically Incorrect“ und die fundamental-religiöse „Partei Bibeltreuer Christen“ gern gesehene Gäste auf den Demonstrationen dieser Szene sind. Zur Erinnerung: Der Kommentarbereich von PI zieht Holocaustleugner an und die PBC möchte Juden durch christliche Missionierung ausrotten. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis ein findiger Reiseveranstalter auf die Idee kommt, Pauschalreisen nach Nahost anzubieten, damit brave Deutsche endlich wieder über Raketeneinschläge jubeln können. Hinter dem Ruf nach Solidarität mit Israel verschanzen sich hasserfüllte Fanatiker.