APO, der Achsenpolizist

Auf Brodaganda ist es etwas ruhiger geworden. Das liegt nicht zuletzt daran, dass inzwischen ein gewisser Alan Posener die Marktlücke entdeckt hat, von der bisher Brodaganda lebte. Wie eine furiose Ein-Mann-Watchblog-Armee erledigt er die Arbeit aller existierenden und potentiellen Achgut-Watchblogs, nur besser und praktischerweise direkt auf der Achse selbst. Hau ab, APO, die Marktnische ist nicht groß genug für uns beide!

Brodaganda dokumentiert im folgenden einige Highlights von Poseners Wirken:

Wir sind die Achse der Guten, nicht die Achse der Eiferer

Das dachte ich zumindest, bis ich Geert Wilders‘ Fieberfantasien hier las. Hier sind alle Elemente vorhanden, die den europäischen Antisemitismus und zuvor den christlichen Antijudaismus auszeichneten und auszeichnen: Generalverdacht gegen eine ganze Gruppe, unabhängig vom Verhalten des Individuums; Panikmache; die Theorie einer Weltverschwörung; Eliminationsforderungen. Statt der „Protokolle der Weisen von Zion“ muss der Koran als Beweis für die Weltherrschaftspläne von Menschen herhalten, die als Wirtschaftsflüchtlinge und Asylanten (z.B. aus Bosnien und dem Kosovo, wo eine christliche Soldateska wütete) zu uns gekommen sind. Und natürlich richtet sich der Hauptstoß des Islamophoben, wie damals der Antisemiten, gegen die „liberale Elite“ Europas. […]

Wer den Antisemitismus bekämpfen will, muss auch die Islamophobie bekämpfen

[…] Zu Küntzels teilweise haarsträubenden Argumenten werde ich noch Stellung nehmen. Wie so oft in solchen Fällen nahm jedoch die Wirklichkeit die Widerlegung der Ideologie selbst in die Hand. […] In seiner Kritik an dieser Tagung und im Versuch, jede Parallele zwischen alt-neuem Judenhass und neuem Muslimhass zu leugnen, führt Matthias Küntzel einige abenteuerliche Thesen an, die – da sie im „Wall Street Journal“ abgedruckt wurden – nicht unwidersprochen bleiben sollen. […]

Stotternde Stalinisten

[…] Aber hier geht es nicht um Journalismus. Hier geht es um eine Kampagne. Hier soll jemand fertig gemacht werden. Hier herrscht ein Vernichtungswille, den man nur als stalinistisch bezeichnen kann. Und ich weiß, wovon ich rede. […]

Solidarische Kritik

[…] Ich weiß zwar nicht, wer auf diesem publizistischen Netzwerk, dessen Mitglied zu werden ich eingeladen wurde, das Legitimitätsentscheidungsmonopol besitzt, und auch nicht, wer das “Wir” ist, das hier von “unseren” Freunden spricht. Aber das hört sich doch verdammt bekannt an; als ob jemand sagen wollte: “Nun ja, Genosse Posener hat zwar heftige Kritik am Genossen Küntzel geübt, aber wir von der Leitungsebene wollen das für heute unter solidarischer Kritik verbuchen und ihm einstweilen gestatten, weiter Parteimitglied zu sein, so lange er nicht von der Generallinie abweicht.” Uff, noch einmal davon gekommen. […]

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7 Antworten to “APO, der Achsenpolizist”

  1. ramonschack Says:

    Brodaganda ist wieder da…!

    Ich dachte, Sie seien möglicherweise auf Weltreise!

  2. Brodaganda Says:

    Lieber Ramon, vielen Dank für die netten Grüße! Ob da oder weg ist bei mir nicht vorhersagbar. Manchmal nehme ich mir Zeit für den Blog, manchmal nicht. Aber Weltreise.. einen alten Baum verpflanzt man doch nicht!

  3. Einige meiner besten Freunde sind Kriegskritiker « Brodaganda Says:

    […] Brodaganda About Weapons of Mass Brodaganda « APO, der Achsenpolizist […]

  4. serdargunes Says:

    Ich hatte schon Entzugserscheinungen :-)

  5. Brodaganda Says:

    Serdar, süchtig ist man doch nur nach seinem Job, nicht nach Blogs. Theoretisch jedenfalls. ;)

  6. hartmut Says:

    Und wenn der Job im Bloggen besteht?

  7. Brodaganda Says:

    Dann wär man ja Journalist. Das möchte keiner sein, die sind ja alle korrumpiert. Nein, das führt zu nichts!

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