Anti oder Fa?

Liebe „Antifa Duisburg“,

wenn man ein Blog zwecks Befriedigung pubertäter Triebabfuhr durch argumentfreie Beschimpfungen und Einstellen bereits x-mal veröffentlichter Texte fremder Autoren anlegt, dann kann man es natürlich durchaus gerne einfach „Antifa Duisburg“ nennen. Ein einfacher und einprägsamer Name. „Duisburg“ steht dabei sicherlich für den Selbsthaß durch die Herkunft aus einem trostlosen Provinzkaff:

Aber – sollte „Antifa“ nicht eigentlich für „anti-faschistisch“ stehen? Wie verträgt sich dieser Anspruch damit, Artikel zu posten, deren martialische Sprache jedem, sich einer totalitären Ideologie verpflichtet fühlenden Redenschreiber Freudentränen in die Augen steigen lassen würden?

Da hätten wir also:

„seine Tiefpunkte sind selbst herbeigeführte Erniedrigungen“

„die Macher berauschender Siege“

„Schande über sich bringen“

„in ein vorwiegend sentimentales [Land] degeneriert“

„sind vom Weg abgekommen“

und mein absoluter Liebling:

Triumphe des Willens

Ja, derart sind sie, die Triumphe des Willen unserer siegesberauschten jungen Deutschen. Bei derartiger Geschichtsvergessenheit ist es wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis zum „totalen Golf-Krieg“ oder der „Endlösung der Libanonfrage“ aufgerufen wird.

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7 Antworten to “Anti oder Fa?”

  1. hartmut Says:

    Hallo Brodaganda

    die Antifa Duisburg hat den zitierten Artikel zwar reingestellt, Autor ist aber kein junger Antideutscher, sondern, bezeichnenderweise, Herr Pipes, ein Pentagonmitarbeiter. Ob http://www.campus-watch.com (für die er ebenfalls mitvernatwortlich zeichnet) eine üble Hetzsite ist, überlass ich mal dem geschmack des Publikums…

    Antideutsche und Pentagon…da kommt zusammen, was immer schon zusammen gehörte…

  2. Brodaganda Says:

    Blockwart Pipes verwendet diese Formulierung sicher nicht zufällig. Ich denke seiner Spache kann man auf jeden Fall einen Hang zu totalitärem Gedankengut entnehmen. Aber das ist ja eigentlich nicht Thema des Blogs.

    Die Thematisierung ergibt sich erst dadurch, daß „Antifa Duisburg“ sich das zu eigen macht. Ich halte es für die einzig vernünftige Interpretation ihres kritiklosen Einstellens von Pipes Artikel, daß sie sich diesen Artikel und seine speziellen Formulierungen auch anrechnen lassen müssen und wollen. Insofern war meine Formulierung vielleicht etwas mehrdeutig, ich habe aber trotz leichter Ergänzung des Beitrages keine bessere gefunden. Danke für den Hinweis.

    Der Blog „Antifa Duisburg“ macht auch ziemlich den Eindruck eines typischen Clone-Blogs. Das ist in der Szene üblich, daß sich ein ganzer Satellitenstaat von Blogs hauptsächlich zu dem Zweck bildet, die üblichen Artikel wieder und wieder zu posten um deren Verbreitung zu fördern. Vom Blog „Politically Incorrect“ zum Beispiel ernährt sich auch eine Unmenge Clones, die die dortigen Artikel resteverwerten. Aus diesen Gründen könnte eine einzelne Person durchaus mehrere solcher Blogs wie „Antifa Duisburg“ pflegen und es ist für mich sehr zweifelhaft, ob irgendwelche restlichen Aktivitäten solcher Personen tatsächlich irgendwas mit „Antifa“ zu tun haben. Insofern würde ich das nicht unbedingt überbewerten – aber von der Tendenz her stimmt das natürlich schon.

  3. hartmut Says:

    @ Brodaganda, das war kaum als kritik gemeint. Im gegenteil: natürlich macht sich die Antifa Duisburg mit dieser Type handgemein. genau so meinte ich es auch…

  4. vert Says:

    ich denke nicht, dass man sich hier mit der musikalischen untermalung einen gefallen tut.
    sollte es wirklich so sein, dass dieses andere großwerk und seine verquere begründung nicht bekannt ist?
    ich will gar nicht auf das verlinken, was sonst noch so über solcherlei verschwörungstheorien im allgemeinen oder besonders in diesem speziellen fall diskutiert wird, da spricht der interpret für sich selbst.
    mir erscheint es nur mindestens so, als hätte da jemand etwas den boden unter den füßen verloren (und da hilft auch die duisburger herkunft nicht weiter)…

  5. Brodaganda Says:

    Ja, da hast Du recht. Ich halte ihn in der Hinsicht auch für abgedreht. Das andere Video würde ich nicht auf meiner Seite haben wollen. Abgesehen davon habe ich aber nur recht nebulöse Kritik an ihm gelesen. Nicht konkret belegte Kritik nehme ich aus schlechter Erfahrung heraus und aufgrund möglicher Manipulationsversuche nicht ernst – oder verhalte mich sogar entgegengesetzt, um dieser Unsitte entgegenzuarbeiten.
    Der einzig andere mir bekannte, konkret anhand des Liedtextes belegte Vorwurf ist allen ernstes, daß er „Geschichtsrelativierung“ (!) betreibe – nur weil er in einem ironischen Lied Hitlers „Fanatismus“ auf fehlende sexuelle Befriedigung zurückgeführt hat. Das ist doch Kindergarten – da kann ich seine Kritiker dann auch erstmal nicht ernst nehmen.
    Zu „Dat is Duisburg“ habe ich nur die Kritik empörter Lokalpatrioten vernommen. Was ja wiederum amüsant ist. Glaubst Du, man sollte generell gar keine Lieder mehr von ihm benutzen, nur weil er ein 9/11 Verschwörungs-Spinner ist?

  6. vert Says:

    ich hätts nicht genommen, aber das ist kann mir ja auch egal sein. ich kann auf den verschwörungsquatsch einfach gar nicht. deshalb hab ich auch keine lust mich damit jetzt weiter inhaltlich auseinanderzusetzen. uhrzeit spielt wohl auch eine rolle:-/
    über den kontext ist jetzt ausreichend informiert; damit kann man sich sicher noch ewigkeiten beschäftigen, aber eigentlich ist alles wesentliche dazu gesagt.

  7. Brodaganda Says:

    Nachtrag: Das Copy&Paste-Blog „Antifa Duisburg“ ist zwar zu feige, kritische Trackbacks anzeigen zu lassen, hat aber offenbar meine Grüße „Duisburger Wahn gegen Duisburger Wahn“ bekommen und nun einen Artikel über die Bandbreite.. nunja, einkopiert. Zu mehr ist der Betreiber offenbar intellektuell nicht fähig. Was auch irgendwie zu erwarten war.

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