Lengsfront mit Vera und Kewil

Während sich Broder inzwischen nicht mehr so sicher ist, ob er mit „Politically Incorrect“ bekannt ist oder bekannt sein möchte, verweist seine Kollegin auf der Achse des Guten, Vera Lengsfeld, über einen kleinen Schamumweg auf einen FAS-Artikel mitsamt zugehörigem Einleitungstext von Kewil („Fakten und Fiktionen“).

So beklagen sich also FAS-Artikel Autor Wehner, Kewil und Lengsfeld in trauter Übereinstimmung, daß zuviel Geld ungeteilt im Kampf gegen derartige Erscheinungen wie das „Progrom von Mügeln“ (Zitat Broder) ausgegeben wird. Und außerdem stört sie, „dass das Thema von Leuten besetzt wird, die weit links von der Mitte stehen“ (Wehner) und: „Ein Teil dieser Programme ist in den Händen von Linksextremen.“ (Lengsfeld).

Ja, Glückwunsch, da haben die beiden ja nun offenbar zumindestens die Misere verstanden: die Linken und – welch Überraschung – die Verfolgten des Nazi-Regimes sind genau diejenigen wenigen, die tatsächlich Willens und in der Lage sind, die benötigte Basisarbeit im Kampf gegen Rechts zu leisten. Das kann man ja auch beileibe nicht jedem Konservativen zumuten – damit ließen sich leicht gewisse Wählerschichten vergraulen.

Liebe Frau Lengsfeld und lieber Herr Wehner, wenn sie das schon soweit verstanden haben, dann könnten sie doch auch den nächsten logischen Schritt gehen. Das wäre die Erkenntnis, daß eben nicht das Problem ist, daß Rechtsextremismus überhaupt bzw. von Links bekämpft wird.

Sondern das Problem ist, daß Rechtsextremismus eben kaum von denjenigen bekämpft wird, die diese „Wirtshausschlägerei in Mügeln“ nicht so schlimm finden. Wenn Sie den Kampf gegen Rechts nicht den Linken überlassen wollen, dann tragen Sie ihn doch in die bürgerliche Mitte. Aber beschweren Sie sich nicht darüber, daß überhaupt jemand was tut.

Und, nebenbei, Frau Lengsfeld: solche Partner wie PI oder Kewil, in deren Kommentarbereich es so richtig braun herumschwappt, sind dabei jedenfalls garantiert nicht die richtigen Verbündeten, die ein Interesse am Kampf gegen den rechten Terror haben.

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2 Antworten to “Lengsfront mit Vera und Kewil”

  1. braune Sau Says:

    Hu, Mügeln, der braune Osten; das muss natürlich aufs Tapet. Dass eine Gruppe von Indern mehrere Deutsche abgestochen hat, ist nebensächlich. Die Nazischweine sind immer die Deutschen.

    Die angebliche Hetzjagd gab es nicht (Wie auch, wenn die „Opfer“ (Die „Opfer“, die grad erst vier Deutsche abgestochen hatten!) nur 20 Meter über den Dorfplatz gehen mussten?).

    Anschließend haben zwei Polizisten („Opfer“ bei SpOn:“Die haben uns behandelt wie Hunde.“) die „Opfer“ beschützt. Und zwar vor einem „Mob“ von 50 Leuten. Der rasende Mob konnte von den zwei Polizisten allein in Schach gehalten werden. Und zwar mit zwei Fläschen Reizgas. Insgesamt etwa 100 Milliliter.

    Das dürfte Rekord sein: Zwei Döschen Reizgas gegen einen „rasenden Mob“ von 50 Leuten.

    Sebnitz lässt grüßen.

  2. Kewil - nicht zu überbieten « Brodaganda Says:

    […] eine so geringe Rolle spielt (abgesehen vom Hinweis, daß Vera Lengsfeld von der Achse Kewil zitiert)? Nun, Brodaganda möchte bekanntlich die grassierende Dummheit, überkommenen Denkweisen, Zynismus […]

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